Kredit für Freiberufler

Lange Zeit verstand es sich für Banken von selbst, dass nur Festangestellte und Beamte einen Kredit beantragen konnten. Die letzten drei Einkommensbescheide waren dafür nötig, um die Sicherheit der Rückzahlung zu gewährleisten. Mittlerweile stellen die Selbstständigen in Deutschland jedoch eine Gruppe von 4 Millionen Beschäftigen, weswegen auch die Banken sich entschlossen haben, immer öfter auch Kredite für Freiberufler zu vergeben.

Wie bei jedem anderen Kreditantrag ist es auch für den Kredit für Freiberufler elementar, dass das persönliche Schufa-Scoring positiv ist. Der Schufa-Score gibt an, wie vertrauenswürdig ein Geschäftspartner ist, das heißt ob er offene Rechnungen vorliegen hat, oder eventuell schon einmal eine Rate nicht zahlen konnte. Aber auch positiv verlaufende Geschäfte werden in dem Scoring erfasst. Selbstständige, die sich noch in einer Privatinsolvenz befinden, erhalten keinen Kredit.

Wichtig ist außerdem für den Antrag, dass der Freiberufler seit mindestens einem Jahr stabil in seiner Branche tätig ist. Die Bank kann dazu eine betriebswirtschaftliche Auswertung verlangen. Eine andere Kreditmöglichkeit als der durch die Hausbank angebotene, ist ein privater Kredit für Freiberufler. Dabei spricht der Kreditsuchende über einen Online-Kreditmarktplatz Investoren an, die dann in seinen Kredit einzahlen können. Den Zinssatz gibt er selbst vor, wenn die Summe zusammenkommt, wird als privater Kredit ausgezahlt.